Studienauftrag

StA-Einleitung

Der Studienauftrag (StA) ist die herkömmliche Art der Konkurrenz: Der Investor erteilt gleichzeitig mehreren ausgewählten Architekten (Planern) „Studienaufträge“ für dieselbe Aufgabe. Sein Ziel ist es, für die spätere Planung des Bauvorhabens verschiedene Lösungsvorschläge präsentiert zu erhalten.

Charakteristika sind:

Veranstalter

  • Professionelle private Bauherren
  • Bund, Kantone und Gemeinden für öffentliche Bauten (seltener wegen Submissionsrestriktionen)

Teilnehmer

  • Mehrere ausgewählte Architektinnen und Architekten
  • Selektives oder Einladungsverfahren

Beurteilungsgremium

  • Jury von Fachleuten, die als anerkannt gelten (sollen)
  • Erhöhte Anforderungen wegen Dialog-Durchführung

Ziele

  • Veranstalter
    • Verschiedene Lösungsvorschläge als Leistungsergebnis
      • Planungsstudie
        • Ideenstudie
        • Projektstudie
      • Gesamtleistungsstudie
      • Kombination davon
  • Architekten
    • Folgeaufträge
    • Entschädigte Teilnahme

Verfahren

  • Nicht anonymes Verfahren
  • Begründungspflicht
  • Dialog
  • rollende Lösungsoptimierung
  • Interaktion zur Entwicklung und Kenntnisnahme der Beweggründe

Prämierung

  • Alle Teilnehmer werden gleich entschädigt
  • Keine Preise, keine Rangierung
  • Verbindlichkeit des Gremiumsentscheids

Nachfolgend sollen die Unterschiede des Studienauftrags (StA) zum Architektur-Wettbewerb hervorgehoben werden:

Weiterführende Informationen

  • SCHNEIDER HEUSI CLAUDIA, Der Studienauftrag nach der SIA-Ordnung 143, in: Stöckli Hubert / Siegenthaler Thomas (Hrsg.), Die Planerverträge, Zürich 2013, S. 166 ff.

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